Angst vor dem Arzt? Nicht bei uns!

Teddybärkrankenhaus

Ziel unseres Projektes ist es, Kindern die Scheu vor dem Arzt zu nehmen. Im Teddybärenkrankenhaus werden nicht Kinder, sondern ihre Kuscheltiere behandelt. So geben wir Kindern im Vorschulalter die Möglichkeit, die Krankenhaussituation zu erleben, ohne selbst unmittelbar betroffen zu sein. Als “Eltern” ihres flauschigen Lieblings erleben die Kinder den Ablauf einer Untersuchung und lernen verschiedene Hilfsmittel eines Arztes wie Stethoskop, Leuchte und Reflexhammer, aber auch große Geräte, wie den “Knochenfotoapparat”, spielerisch kennen. Wird auf dem Röntgenbild ein Bruch festgestellt, kann die Gipsstation des Teddybärenkrankenhauses genutzt werden. Für große Verletzungen und fehlende Augen gibt es sogar einen OP! An den verschiedenen Stationen des Rahmenprogrammes lernen die Kinder ganz nebenbei, wie ihr Körper aufgebaut ist, warum gesundes Essen so wichtig ist, wie man die Zähne richtig pflegt, so dass sie noch lange strahlend weiß bleiben und vieles mehr.

In Berlin werden jährlich an sechs Tagen die Kuscheltiere von 3000 Kindergartenkindern untersucht und behandelt. Knapp 200 Teddyärzte sind dafür nötig. Das Team setzt sich aus Studierenden der Humanmedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Pflegepädagogik und Pflegeschülern zusammen, die sich ehrenamtlich dafür einsetzen, dass Kinder dem Arzt ohne Angst begegnen, was im Ernstfall auch die Therapie wesentlich verbessern kann.

Die Wurzeln des Projektes

Ursprünglich entstand die Teddyklinik in Schweden. Das Konzept kam schon bald nach Deutschland und in andere Länder – zumeist von Medizinstudierenden umgesetzt. Mittlerweile findet sich an jeder deutschen medizinischen Fakultät ein Teddybärkrankenhaus. Wie diese Klinik genau aussieht, ist jedoch von Stadt zu Stadt verschieden. Manche Gruppen besuchen die Kuscheltiere im Kindergarten, andere haben einen festen Stadtort an der Uni, wieder andere schlagen ihre Zelte auf dem Marktplatz auf. Der erste Teddybärkrankenhauskongress im Herbst 2011 bot die Möglichkeit sich über all diese verschiedenen Ansätze auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Ein kurzer Blick zurück

Für das Berliner Teddybärenkrankenhaus hat alles im Jahre 2001 im Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität zu Berlin (heute der Campus CBF der Charité) mit einer Sprechstunde für 300 Kinder begonnen. Später gesellte sich der Virchow-Campus der Charité dazu, auf dem heute durch ein neues Konzept und die tatkräftige Unterstützung unzähliger Helfer 3000 kranke Teddys an sechs Sprechtagen pro Jahr verarztet werden.